Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten

Seit geraumer Zeit beschäftigt sich unser KGR mit dem Wandlungsprozess in unserer Diözese:
Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten (Fortsetzung)
Gott ist uns immer und überall nahe, aber es gibt Gelegenheiten und Formen, diese Nähe besonders intensiv zum Ausdruck zu bringen, bzw. Gelegenheiten in denen wir diese Nähe besonders nötig haben (Knotenpunkte des Lebens). Wir sprechen in diesem Zusammenhang von sakramentaler Kirche.

Fortsetzung
Wenn wir im Zuge unseres pastoralen Entwicklungsweges unsere Gemeindepraxis auf den Prüfstand stellen, könnten diese Fragen hilfreich sein:
-    Kommen bei dem, was wir tun, die Menschen mit der Botschaft Jesu in Berührung? (Wie missionarisch ist unsere Pastoral?)
-    Ist es für das Gelingen menschlichen Lebens und Zusammenlebens hilfreich? (Wie diakonisch ist unsere Pastoral?)
-    Tun wir, was wir tun, nur für andere oder mit den anderen (Objekt oder Subjekt?) und tun wir es ausreichend vernetzt und konzertiert? (wie dialogisch ist unsere Pastoral?)
-    Wird durch das, wie wir es gestalten, Gottes Nähre spürbar? (Wie sakramental ist unsere Pastoral?)

Fortsetzung
Die notwendigen Reformen unserer pastoralen Praxis werden nur gelingen, wenn sie vor Ort wirklich gewollt und unter Beteiligung möglichst Vieler konkretisiert werden.
Welche Veränderungen notwendig und hilfreich sind, welche Charismen es zu entdecken und ins Spiel zu bringen gibt, welche pastoralen Schwerpunkte den Bedürfnissen der Menschen entgegenkommen, welche Kooperationen in Frage kommen, welche Strukturen und Leitungsformen hilfreich sein können, welche Orte sich als Anknüpfungspunkte für ein pastorales Netzwerk anbieten, kann nur im jeweiligen Lebensraum entdeckt und entwickelt werden.

Fortsetzung
Die Diözesanleitung verordnet deshalb nicht ein fertiges, flächendeckendes Konzept, sondern ermutigt zu einem Entwicklungsweg mit großen Spielräumen und Experimentiermöglichkeiten aber auch mit einigen Richtungsanzeigen: Sie betont
-    die Option einer missionarischen, diakonischen, dialogischen und (im rechtverstandenen Sinne) sakramentalen Kirche
-    eine deutliche Orientierung an den geistlichen Haltungen „wertschätzen, erwarten, loslassen, vertrauen“
-    den Blick über den Kirchturm hinaus auf die Vielfalt vorhandener bzw. potentieller pastoraler Orte und die Notwendigkeit vernetzt zu denken und zu handeln.

Fortsetzung
Es geht in diesem Entwicklungsprozess also um folgende Fragen:
-    Was ist unser Auftrag als Kirche im Lebensraum unserer Seelsorgeeinheit
-    (unsere Vision von Kirche der Zukunft, unser Profil, unser Selbstverständnis)? Wie können wir Glaubensgemeinschaft so gestalten, dass sie noch deutlicher dem Auftrag Jesu entspricht, Gottes Nähe und Liebe erfahrbar werden zu lassen?
-    Was brauchen wir, was brauchen andere in ihrer jeweiligen Lebenssituation, um unseren Glauben noch deutlicher als Bereicherung unseres/ihres Lebens und Zusammenlebens zu entdecken? (Glaubensvertiefung, Glaubenserfahrung)

In regelmäßigen Abständen werden wir an dieser Stelle dazu berichten.

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